Wohnungsbrand – Menschenleben in Gefahr

Datum: 18. Oktober 2012 
Alarmzeit: 20:19 Uhr 
Alarmierungsart: Meldeempfänger 
Dauer: 15 Stunden 
Art: Brand  > B 3 Person  
Einsatzort: Benefiziumstraße, Schongau. 
Mannschaftsstärke: 45 
Fahrzeuge: ELW 1, LF 16/12 CAFS, LF 16/12, LF 16, DLK 23-12, RW 2, Vers.-LKWalt, MTW, KdoW-alt, TLF 24/50 
Weitere Kräfte: BRK, FF Altenstadt, FF Hohenfurch, FF Peiting, FF Schwabniederhofen, KBI, KBM, KBR, Polizei 


Einsatzbericht:

Die Feuerwehren Schongau, Peiting, Altenstadt, Hohenfurch und Schwabniederhofen wurden am Abend des 18.10.2012 zu einem Wohnungsbrand in Schongau gerufen. In einem Mehrfamilienhaus in der Benefiziumstraße in Schongau brannte es im 1. Obergeschoss; in der darüberliegenden Wohnung war eine Person durch den Brand eingeschlossen. Über das Treppenhaus gingen mehrere Trupps unter Preßluftatmer zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Aufgrund des Brandverlaufs und der extrem hohen Hitze konnten diese allerdings zunächst nicht bis zu der eingeschlossenen Person durchdringen. Parallel wurde die Rettung der Person über die Drehleiter durchgeführt. Drei Personen wurden dem Rettungsdienst übergeben. Die Brandbekämpfung wurde nun massiv im Innenangriff und – wo das nicht möglich war – im Aussenangriff voran getrieben. Über zwei Drehleitern wurde das Dach an mehreren Stellen geöffnet; in Verbindung mit dem wohlüberlegten Einsatz eines Lüftungsgerätes und den Löscharbeiten der Angriffstrupps konnte so mehrfach eine drohende Durchzündung verhindert werden. Die Atemschutztrupps im Innenangriff erbrachten hierbei Höchstleistungen und stellten sicher, dass sich wirklich niemand mehr im Haus und in Gefahr befand. Auf der Rückseite des Gebäudes wurde in mühevoller Kleinarbeit das Dach von Hand geöffnet, da auf dieser Seite keine Drehleiter platziert werden konnte; die Feuerwehr Altenstadt bekämpfte den Brand hier zusätzlich von außen über tragbare Leitern. Zur Gebietsabsicherung wurden die Feuerwehren Peißenberg und Hohenpeissenberg alarmiert, die Peißenberger Drehleiter wurde vorsorglich nach Hohenpeissenberg verlegt.

Die Feuerwehr Schongau stellte eine Brandwache über Nacht und war bis zum späten Vormittag an der Einsatzstelle gebunden.